COVID-19 Vorschriften & Konzepte

Offizielle Regeln & IBH Verbesserungsvorschläge

Die vom IBH eingebrachten Verbesserungsvorschläge stehen teilweise im Widerspruch mit den aktuell geltenden Vorschriften von Bund und Kantonen. Primär sind die aktuellen Vorschriften der Behörden einzuhalten. Unsere Expertise darf in situative Hygienekonzepte übernommen werden, solange sie Weisungen von Bund, Kantonen und kommunalen Behörden nicht widersprechen.

Aktuell allgemein geltende Bundesvorschriften

Damit Geschäfte oder Einrichtungen geöffnet sein oder Aktivitäten stattfinden können, muss ein Schutzkonzept gemäss Vorgaben des Bundes vorliegen. Dies gilt auch für Aktivitäten und Betriebe, die vom Verbot ausgenommen waren. Alle Beteiligten müssen das Schutzkonzept einhalten können. In den meisten Fällen beinhaltet das Schutzkonzept auch die Erhebung von Kontaktdaten, um im Falle einer neu infizierten Person die engen Kontakte ausfindig machen zu können (Rückverfolgung gewährleisten).

Für private Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmenden dem Organisator bekannt sind, braucht es kein Schutzkonzept. Die gastgebende Person muss jedoch die Rückverfolgung der Kontakte im Fall einer neu infizierten Person gewährleisten. Auf Anfrage der zuständigen kantonalen Behörde muss sie die Kontaktdaten an die Behörde weiterleiten.

Verantwortlichkeiten

Die Betreiber von Einrichtungen und die Organisatoren von Veranstaltungen und Aktivitäten sind für die Erfüllung der Vorgaben und deren Einhaltung verantwortlich. Dies gilt auch für selbstständig Erwerbende und für Betriebe, die vom Verbot ausgenommen waren.

Vorgaben für den Schutz – Schutzkonzepte

Wenn Betriebe und Institutionen wieder öffnen und Veranstaltungen wieder stattfinden, werden mehr Menschen unterwegs sein. Die zuständigen Branchen, Betriebe, Veranstalter und Schulen erarbeiten dazu Schutzkonzepte, letztgenannte in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kantonen oder Gemeinden.

Die Schutzkonzepte basieren auf den Hygiene- und Verhaltensregeln sowie auf den Prinzipien zum Gesundheits- und Arbeitnehmendenschutz, die das BAG und das SECO festgelegt haben. Alle Veranstaltungen, Betrieb und Schulen müssen die erforderlichen Personenabstände und Hygienemassnahmen planen und umsetzen. Das Ziel der Schutzkonzepte ist es, Kundinnen und Kunden oder Teilnehmende mit Schutzmassnahmen bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen.

Weder Bund noch Kantone validieren oder genehmigen Schutzkonzepte. Die Einhaltung der Schutzkonzepte wird von den Kantonen überwacht.

Arbeitgebende müssen besonders gefährdete Personen schützen Gefährdete Arbeitnehmende sollen besonders geschützt werden. Der Bundesrat hat am 16. April 2020 präzisiert, wer besonders gefährdet ist und was im Rahmen der Schutzmassnahmen zu beachten ist.

Öffendlicher Verkehr

Bei modernen Fernzügen und Flugzeugen, mit guten Lüftungsanlage (Frischluft von oben, Absaugung im Fussbereich) mit grossem Luftvolumen, sehen wir bei Sitzplätzen kein Risiko für Superspreading, solange nicht gesungen, gefeiert und ungezügelt gehustet oder genossen wird - Das grösste Risiko von Übertragungen wird dabei aufträtten, wenn viele Fahrgäste ein- und aussteigen. Dagegen ist in Nahverkehrsmitteln von einem Risiko für Superspreading auszugehen. Vor allem in gut belegten Büssen und Trams gehen wir von einer signifikanten Risikosituation aus. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz bringt kaum ausreichend Schutz, wenn der Infiziert keinen trägt.

Aktuelle Vorschriften, Gebote & Schutzkonzepte

Die Pandemie betreffenden Behördlich verordnete Verbote gibt es im öffendlichen Verkehr keine. Die Schutzkonzepte der Transportunternehmen orientieren sich an den Geboten des Bundes Das ÖV-Schutzkonzept basiert auf den Empfehlungen des Bundes zum Schutz der Gesundheit und setzt auf Eigenverantwortung und Solidarität der Fahrgäste. Wer pendeln muss, soll die Stosszeiten wenn möglich vermeiden und auf schwächer frequentierte Verbindungen ausweichen. Reisende ssollen aufeinander Rücksicht nehmen und Distanz zu halten bei Haltestellen, vor Schaltern und an Billettautomaten, auf eine gute Verteilung in den Fahrzeugen zu achten sowie Platz für Aussteigende zu lassen und eine Gasse zu bilden. Falls die Abstandsregel von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, wird gemäss den Vorgaben des BAG das Tragen einer Hygienemaske dringend empfohlen.

Die Transportunternehmen verstärken die Reinigung, insbesondere von Kontaktflächen. Haltestangen, Haltegriffe und Tasten werden mehrmals täglich gereinigt und wo möglich auch die Reinigung während der Reise intensiviert. Bestehen bleiben bereits getroffene Massnahmen der ÖV-Unternehmen wie die Öffnung aller Türen an Haltestellen (sofern dies technisch möglich ist) oder die Schliessung der vordersten Türe und der vordersten Sitzreihe in Bussen. Neben den Fahrzeugen werden auch Reisezentren und weitere Kontaktpunkte intensiver gereinigt. Dazu gehören die Billettautomaten, die Geldausgabeautomaten und die Schliessfächer.

IBH Empfehlung

Im ÖV sollten bis auf weiteres Stehplätze verboten werden und bis zum Herbst die Lüftungsbedingungen in diesen Fahrzeugen dringend verbessert werden. Die Lüftung in Fahrgasträumen sollte die VDI 6022 Blatt 2 "Hygieneanforderungen an die Lüftungstechnik in Fahrzeugen" erfüllen.

Den zur Risikogruppen gehörende Personen empfiehlt das IBH in gut belegten Nahverkehrsmitteln zum Eigenschutz eine Atemschutzmaske vom Typ FFP2 oder 3 mit Ventil zu tragen.

Schulen, Kindergärten und Kitas

Die Frage, ob Kinder, vor allem welche bis 10 Jahren, weniger durch Sars-CoV-2 infiziert werden und wenn doch, weniger infektiös sind als Erwachsene, wird z.Z. in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. Eine kürzlich als Pre Print veröffendlichte Studie aus Baden-Württemberg stützt frühere Studien aus den Niederlanden und Australien, dass Kinder keine Pandemietreiber zu sein scheinen. Dagegen zeigen erste Ergebnisse mit Antikörpertests aus Schweden, wo die Schulen und Kitas kaum geschlossen wurden, dass hier Kinder nicht seltener eine Infektion durchlebt haben als Erwachsene. Der Viruloge Christian Drosten in seiner Studie, dass Kinder nicht höhere Virenlast aufweisen, aber auch kaum signifikant geringere, als Erwachsene (diese Studie steht in der Kritik, sich auf zu geringe Stichproben bei Kindern und unterschiedliche Messsystem zu stützen), ähnliches zeigt auch eine Studie aus Genf.

Tatsach ist, dass die meissten Klasenräume und Kitas bei hoher Belegung einen schlechten Luftaustausch aufweisen.

Aktuelle Vorschriften, Gebote & Schutzkonzepte

Die Schulen znd Kitas dürfen von Bundes wegen unter Einhaltung von Hygienevorschriften wieder regulär geführt werden. Zwischen den kindern müssen Distanzregeln allerdings nicht berücksichtigt werden, zwischen Lehr und Kindern jedoch schon.

In der Praxis sind in den Kantonen unterschiedliche Schutzkonzepte anzutreffen. In machen Kantonen werden die Klassen noch aufgeteilt geführt. Viele Lehrer ghören der sogenannten Risikogruppe an.

IBH Empfehlung

Aus unserer hygienischer Sicht kann nach heutiger Datenlage in Schulen, Kindergärten und Kitas ein Superspreader Event nicht ausgeschlossen werden, sehen aber in einen generellen Verzicht auf einen Untericht vor Ort Unterricht keine adäquate Lösung. Wir empfehlen dringend die Lüftungsverhältnisse in Schulräumen, Kindergärten und Kitas ohen kontrollierte Lüftung zu verbessern. Das kann unter Umständen auch mit der Verwendung von geeigneten Luftreinigern erfolgen - bei falscher verwendung können sie das Risiko jedoch auch vergrössern. bei Räumen, welche über eine Komfortlüftungsanlage be- und entlüftet werden, ist dessen Tauglichkeit, insbesondere deren Luftvolumen dem einzelnen Raum zugeführt werden und ob sie die Hygienerichtlinien einhalten, überprüft werden.

Alternativ könnte ein Teil des Unterrichts, jetzt im Sommer und Herbst, in einen nahen Wald verlegt werden.

Sport - Training und Wettkämpfe

den Luftaustausch ist im Zuschauerbereich eines nur über dem Spielfeld offenen Sportstadion weniger gut gewährleistet, wie auf freiem Feld oder Strasse. Dazu kommt, dass bei Wettkämpfen die Zuschauer oft ausgelassen schreien, singen und jubeln, bis hin zu Umarmungen und lauthalsen Diskussionen aus nächster Distanz. So gilt z.B. das Champions-League-Spiel zwischen Atalanta Bergamo und FC Valencia als eines der entscheidensten Superspreading Event im europäischen COVID-19 Pandemieverlauf.

Aktuelle Vorschriften, Gebote & Schutzkonzepte

Sporttrainings, auch welches mit mit Körperkontakt, sind grundsätzlich erlaubt. Dagegen sind Sportwettkämpfe nur ohne Körperkontakt und mit maximal 300 Personen zulässung. Dabei ist vorgeschrieben eine zur Einhaltung des Schutzkonzepts verantwortlichen Person zu benennen.

Diverse Sportverbände haben Schutzkonzepte haben Schutzkonzepte ausgearbeitet (abrufbar auf der Seite von Swiss Olympic) welche die allgemeinenen Grundsätze zur Weiterverbreitung des Coronavirus im Zusammenhang mit Sportaktivitäten umzusetzen. Diese Grundsätze sind: Einhaltung der Hygieneregeln des BAG; Social-Distancing (2m Mindestabstand zwischen allen Personen; 10m2 pro Person; kein Körperkontakt); Maximale Gruppengrösse von fünf Personen gemäss aktueller behördlicher Vorgabe und wenn möglich gleiche Gruppenzusammensetzung und Protokollierung der Teilnehmenden zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten; Besonders gefährdete Personen müssen die spezifischen Vorgaben des BAG beachten.

IBH Empfehlung

in Arbeit

Kultur - Proben und Veranstaltungen

Aktuelle Verbote, Gebote & Brachenschutzkonzepte

Die aktuelle COVID-19-Verordnung 2 des Bundes lässt unter Umsetzung der Distanz- und Hygieneregeln und unter Rückverfolgbarkeit von engen Kontakten Veranstaltungen mit bis zu 300 Teilnehmern zu.

Für jede Veranstaltung sowie Betriebe und Einrichtungen, in denen solche Veranstaltungen stattfinden, muss ein Schutzkonzept basierend auf dem aktuell gültigen Musterschutzkonzept für Einrichtungen und Betriebe unter zusätzlicher Berücksichtigung folgender Punkte erarbeitet werden: Restaurationsbereiche müssen das aktuell gültige Schutzkonzept für das Gastgewerbe berücksichtigen; Zusätzliche Rahmenbedingungen oder Vorgaben für Schutzkonzepte für andere Bereiche müssen mitberücksichtigt werden; Wer die Veranstaltung organisiert, muss eine verantwortliche Person bezeichnen, die für die Einhaltung des Schutzkonzepts zuständig ist; Die Überprüfung der Einhaltung der Schutzkonzepte findet im Rahmen des kantonalen Vollzugs statt.

IBH Empfehlung

in Arbeit

Alten-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen

Alters und vor allem Pflegeeinrichtungen stellen bei einer Pandemie die grösste Herausforderung dar, nicht nur weil bei einer Einschleppung des Virus mit einer grossen Anzahl an Neuinfiszierten zu rechnen ist, sondern weil deren Bewohner zur Risikogruppe mit schwere, oft todliche Krankheitsverläufe zugeordnet werden. Es gab mehrere Fälle, in denen ein Mitarbeiter oder Angehöriger bis 20 Bewohner, die klar zur Risikogruppe gehören, infizierte. In solchen Einrichtungen wurde jedoch die Würde und vorallem persönliche Freiheit derer Bewohnern in den letzten Monaten auf eine nicht akzeptable Weise verletzt. In einzelnen Einrichtungen durften scheinbar Bewohner ihre Zimmer nicht mehr verlassen, in anderen ihre Abteilung nicht, auch wenn sie nicht infektiös waren. Ersteres kommt dies einer Isolationshaft gleich und eine solche wird von Vielen als Folter der Seele gesehen. Es gibt keine Situation, welche Folter an einem Menschen gerechtfertigten würde! Auch sollen Bewohner an Vereinsamung verstorben sein und manche Demenzkranke heute ihre nächsten Angehörigen, die Sie vor der Pandemie noch erkannten, nicht mehr erkennen.

Die Menschenwürde muss aus ethischer Sicht Vorrang haben, vor hygienischen Massnahmen zur ev, Retten von Menschenleben. Deshalb sind die Auswirkungen der Pandemiemassnahmen in allen Alten- und Pflegeeinrichtungen von unabhängigen Sachverständigen möglichst rasch zu untersuchen, so dass aus den ersten Erkenntnissen daraus, noch vor der 2. Welle die hygienischen Massnahmen so verbessert werden können, dass die Menschwürde zu jeder Zeit gewährleistet ist und Grundrechte minimalst eingeschränkt werden müssen.

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