Elektrosmog

Elektromagnetische Felder + Strahlung

Bild: Quellen für Elektrosmog

Elektromagnetische Felder, die aus einer magnetischen und einer elektrischen Komponente bestehen, sind seit der Entstehung unserer Umwelt ein fester Bestandteil dessen. Ihnen kommt in der Evolution des Lebens eine entscheidende Rolle zu. Die natürlichen Felder decken ein weites Frequenzspektrum ab, von den statischen, nieder- und hochfrequenten, den Mikrowellen, über das Licht bis zu Röntgen- und Gamma- Strahlung.

Die meisten von aussen auf uns einwirkenden natürlichen Einflüsse können wir nicht bewusst wahrnehmen, denken wir an das Erdmagnetfeld, die elektrischen Potentiale der Atmosphäre, die UV- Strahlung der Sonne, die Radioaktivität von Erde und Kosmos. Nur einen winzigen Teil­be­reich dieses grossen Spektrums können wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, nämlich Wärmestrahlung und sichtbares Licht.

Auch die meisten elektrodynamischen und elektrochemischen Abläufe im Körperinnern be­mer­ken wir nicht. Weder den elektromagnetischen Reiz zur Steuerung des Herzrhythmus, noch die ultrafeinen elektro­mag­netischen Schwingungen, mit denen milliarden Zellen pausenlos miteinan­der kommunizieren. Die Informationen unserer Zellen steuern, alle Vorgänge in unserem Körper.

Biologische Wirkung

Biologische Wirkungen bei ener­gie­reicher Einwirkung von Feldern und Strahlung auf Orga­nis­men wissenschaftlich schon lange anerkannt und der Gesetzgeber hat in der Ver­ordnung zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (NSIV) die gesetzlichen Immissions­grenz­werte auf der Basis dieser Wirkungen festgelegt. Bei tiefen Frequenzen (Nieder­frequenz) sind das Muskelreizungen (z.Bsp. Muskel­zuc­kun­gen, kann beim Herz lebens­be­droh­lich werden), bei höheren Frequenzen (Hochfrequenz, Mikro­welle, IR, Licht …) ist das eine Er­wärmung von Ge­webe (darauf beruht der Mikrowellenofen) und bei noch höheren Frequenzen (UV-C, Röntgen- und Gamma- Strahlung) kommt noch die ionisierende Wirkung (Potenzial Elek­tronen aus Ato­men oder Molekülen zu entfernen) dazu.

Elektrosmog und Elektrosensibilität

Heute wird kontrovers diskutiert, ob auch elektromagnetische Strahlung im Niedrigdosisbereich aus der Um­welt, insbesondere künstlich erzeugt (Elektrosmog), die innere elektrodynamische und elektro­chemische Kommunikation von Lebewesen beeinflussen kann. Viele in wissenschaftlichen Studien beobachten Effekte lassen eine Beeinflussung auch im Niedrigdosisbereich vermuten. Eine wissenschaftlich fundierte Erklärung für diese Effekte gibt es allerdings nicht. Menschen die auf elektromagnetische Strahlung, abseits des natürlichen Spektrums, im Niedrigdosisbereich mit Symthomen (meist unspezifische) reagieren, werden als elektrosensible oder elektrohypersensible Personen bezeichne. Auch die Elektrosensibiliät kann heute wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden, aber viele Aussagen von Betroffenen lassen dessen Existenz vermuten.

Unsere hochtechnisierte Welt erzeugt heute künstlich eine Vielzahl elektromagnetischer Felder, die sich in ihrer Form klar von natürlichen Wellen unterscheiden. Der Anteil an technisch erzeugten Einflüssen, der populistisch als Elektrosmog bezeichnet wird, nimmt in der heutigen zivilisierten Umwelt rasant zu. Unter der Annahme, dass es bei bestimmten Signalformen im Niedrigdosisbereich nicht nur biologische Effekte gibt, sonder auch einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden oder gar die Gesundheit von Lebewesen, haben verschiedene Organisa­tionen und Experten auf der Basis von eigenen Beobachtungen oder im Kontext zu verschie­de­nen Studien Vorsorgewerte weit unterhalb gesetzlicher Grenzwertt formuliert.

Die Baubiologie (Elektrobiologie) geht noch einen Schritt weiter und fordert, dass unnatürliche Um­welt­einflüsse im Rahmen des Machbaren zu minimieren sind.Vor allem Schlaf­plätze werden von Baubiologen sehr kritisch betrachtet, weil sie davon ausgehen, dass im Schlaf der mensch­liche Körper besonders empfindlich auf "äussere Reize" regiert.