Kirchenveranstaltungen als Superspreading-Events – Ausbruch in Arkansas
MMWR-Bericht dokumentiert 35 Infektionen nach zwei Gottesdiensten, darunter Fälle bei Personen die ausschliesslich an Mahlzeiten teilnahmen
An einem Wochenende im März 2020 nahmen insgesamt 92 Personen an Gottesdiensten und einem Gemeinschaftsessen in einer Kirchengemeinde in Arkansas teil. Bereits bekannte Erkrankungen waren bei der Veranstaltung nicht bekannt.
Zentrale Befunde
35 der 92 Teilnehmenden (38 %) erkrankten laborbestätigt an COVID-19. Drei Personen starben. Besonders aufschlussreich: Auch Personen, die ausschliesslich an Mahlzeiten – nicht an den Gottesdiensten – teilgenommen hatten, erkrankten. Das Kontakttracing deutete auf mehrere Index-Fälle hin, die das Virus in unterschiedlichen Kontexten weitergaben.
Bedeutung für die Praxis
Kirchliche Versammlungen kombinierten mehrere Risikofaktoren: geschlossene Räume, längere Aufenthaltsdauer, Singen und gemeinsames Essen. Der Ausbruch illustriert, wie Veranstaltungen mit hoher sozialer Dichte in schlecht belüfteten Innenräumen besonders günstige Bedingungen für Superspreading schaffen.