Speichel als nicht-invasive Diagnoseprobe für COVID-19
Querschnittsstudie aus Thailand bestätigt: Speichelproben eignen sich zuverlässig für die SARS-CoV-2-Diagnostik und zeigen vergleichbare Sensitivität wie Nasen-Rachen-Abstriche
Forschende aus Thailand verglichen paarweise Speichelproben und Nasen-Rachen-Abstriche von hospitalisierten COVID-19-Patienten und Kontrollpersonen auf SARS-CoV-2.
Zentrale Befunde
Speichelproben wiesen eine Sensitivität von 84,2 % für den SARS-CoV-2-Nachweis auf, verglichen mit dem als Referenz verwendeten Nasen-Rachen-Abstrich. Die Spezifität war hoch (98,9 %). Wichtiger Begleitbefund: Die im Speichel gemessene Viruslast korrelierte gut mit den Nasen-Rachen-Abstrichen.
Bedeutung für die Praxis
Speichelproben können ohne Fachpersonal und ohne unangenehme Prozedur gewonnen werden – ein klarer Vorteil für die Massentestung. Die Befunde unterstreichen zudem, dass im Speichel vorhandene Viren direkt durch das Sprechen in die Umgebungsluft abgegeben werden können.