Suva-Factsheet zu Strahlarbeiten auf Baustellen aktualisiert
Neues 3-seitiges Merkblatt zu Schadstoffschutz und Hygieneregeln beim Sandstrahlen
Beim Entfernen alter Beschichtungen mittels Strahltechnik – etwa Sandstrahlen an Stahlbauten, Fassaden oder Korrosionsschutzanstrichen – werden grosse Mengen an Schadstoffen freigesetzt. Die Suva hat dazu ihr Factsheet 33116.D per 01.07.2026 aktualisiert.
Worum es geht
Je nach Alter und Art der Beschichtung können beim Strahlen Blei, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und PCB freigesetzt werden. Die Aufnahme in den Körper erfolgt über die Atemluft, Hautkontakt und den Mund; gesundheitliche Folgen zeigen sich häufig erst mit Verzögerung. Das dreiseitige Factsheet fasst deshalb die wesentlichen Schutzpunkte kompakt zusammen: korrekte Arbeitsvorbereitung, Abgrenzung der betroffenen Arbeitsbereiche, Wahl der persönlichen Schutzausrüstung (PSA), Einhaltung der Hygieneregeln sowie fachgerechte Entsorgung der schadstoffbelasteten Abfälle.
Ergänzend verweist die Suva auf ihre Checkliste «Korrosionsschutz-Arbeiten an Objekten im Freien» (Bestellnummer 67165.d).
Einordnung
Für Sachverständige und Bauleitende ist das Merkblatt vor allem als Referenz für die Arbeitsvorbereitung relevant: Es liefert eine kompakte, verbindliche Grundlage, um Schutzmassnahmen bei Strahlarbeiten gegenüber Auftraggebenden und ausführenden Betrieben zu begründen und zu dokumentieren. Eine Schadstoffvoruntersuchung der zu bearbeitenden Beschichtung bleibt davon unabhängig notwendig, da das Factsheet selbst keine Analytik ersetzt, sondern die Schutzmassnahmen für den ohnehin als schadstoffbelastet einzustufenden Fall beschreibt. Ergänzend dazu bleibt die EKAS-Richtlinie 6503 zu Asbestarbeiten relevant, sofern die betroffene Beschichtung zusätzlich asbesthaltig sein könnte.
Quelle: Suva: Factsheet 33116.D «Strahlarbeiten auf Baustellen sicher ausführen», Ausgabe 01.07.2026